Gästebuch

Helmut Hafner

Mit der Costa Pacifica ins
Liebe Kreuzfahrt-Interessierte, vor etwa einem Jahr haben wir eine KF mit der Costa Pacifica gebucht. Sie führte uns vom 4.3.-15.3.2010 über folgende Route: Savona-Katakolon-Piräus-Limassol-Ashdod-Port Said/Alexandria-Civitavecchia-Savona. Leider hatten wir das Pech, am 8.3. in einen schweren Sturm zu geraten. Der Hafen in Rhodos konnte daher nicht angelaufen werden und auch das Ersatzziel Marmaris fiel dem stürmischen Wetter zum Opfer. Gegen Mittag wurde das Schiff von einem Fallwind mit 185kmh erfasst. Es kam zu panikartigen Szenen: Gläser, Flaschen, Teller, ganze Computer stürzten um bzw. rutschten von den Tischen, Menschen fielen samt ihren Stühlen rücklings auf den Boden. Schreien, Weinen, Panik - wir waren zu der Zeit im Restaurant "New York". Nach ein paar Minuten war der Spuk vorbei. Uns ist zum Glück nichts passiert. In Limassol verließen einige Gäste mit Arm- oder Knochenbrüchen die Costa Pacifica. Von Costa wurde der Vorfall weitgehend totgeschwiegen. Leider. Abgesehen davon hat uns die Route mit der CP sehr gut gefallen. Die Ausflüge in Jerusalem/Bethlehem und zu den Pyramiden zählten zu den Highlights, auch weil hier das Wetter wieder mitspielte. Auch in Rom war es sonnig und wir konnten einen schönen Tag dort genießen. Leider kam es immer wieder zu organisatorischen Problemen. Die Ausflüge auf Zypern wurden kurzerhand vom Nach- auf den Vormittag verschoben, ohne dass ein Großteil der Passagiere das mitbekommen hätte. In Port Said saßen wir 75 Minuten im Bus, bevor sich der Konvoi endlich in Bewegung setzte. Viele, vor allem ältere Reisende, waren bei den folgenden, zwangsläufig sehr kurzen Fotopausen dann nicht mehr in der Lage, den Bus zu verlassen. Sehr schade! Das Servicepersonal, insgesamt sind 70 Kellner auf der CP im Einsatz, war deutlich überlastet. Es kam zu längeren Wartezeiten in den Bedienrestaurants. Im Buffetrestaurant, das wir lediglich ausflugsbedingt einmal aufgesucht hatten, herrschten tumultartige Szenen. Vor lauter Menschenmassen sah man weder Essensstationen geschweige denn Stühle und Tische. Die Whirlpools waren ständig überfüllt, aber es gibt immerhin genügend Liegen auf den diversen Decks, so dass man immer ein halbwegs sonniges Plätzchen fand. Das Essen war gut bis sehr gut. Die CP ist ja ein italienisches Schiff, so dass es nicht wundert, wenn man mit mediterraner Küche verwöhnt wird. Viel Pasta, viel Fisch, auch kulinarisch Hochwertiges wie Carpaccio, Rinderfilet, Riesengarnelen oder Wachteln ließen das Gourmetherz höher schlagen. Das Fleisch war auf den Punkt zubereitet, sehr schön angerichtet und zudem schmackhaft. Auch die Auswahl war reichlich. Man konnte immer aus mehreren Vorspeisen und drei oder vier Hauptspeiesen wählen, dazu gab es hervorragende Desserts, auch Käse und natürlich Obst (leider wurde bei den Ananas etwas gespart). Das Frühstück nahmen wir ausnahmslos im Bedienrestaurant New York ein, hier konnte man sich aus der Karte das Passende aussuchen (Eierspeisen, Würstchen, Omelettes) und darüber hinaus gab es eine weitere Auswahl am Büffet. Leider wurden hier nur drei Wurstsorten angeboten und auch das Käseangebot war sehr übersichtlich. Angeboten wurden auch Müsli, Obstsalat und frisches Obst. Generell wurde Kaffee durch die Kellner ausgeschenkt, man konnte aber auf Wunsch auch Cappuccino, Espresso oder Kakao bestellen. Das Mittagessen nahmen wir ebenfalls im Bedienrestaurant zu uns, hier war der Service trotz Personalüberlastung einfach besser. Im Buffetrestaurant wirkte die Einrichtung, obwohl das Schiff erst wenige Monate alt ist, zum Teil schon "abgewohnt". Auch am Boden liegende Essensreste u.ä. wirkten nicht gerade einladend. Besser war es dort z.B. am späteren Nachmittag, um den wirklich vorzüglichen Kuchen zu genießen, sich ein Plätzchen an einem der großen Panoramafenster zu suchen und die vorbei gleitende Landschaft zu beobachten. Praktisch immer verfügbar (kostenlos!) war der Kaffee aus den Automaten im Buffetresraurant, dazu Wasser (kein Mineralwasser!) oder Tee. In den Bedienrestaurants kann man auch immer einen Krug (Eis)-Wasser bestellen, der ist kostenlos. Der Service war in praktisch allen Organisationseinheiten vorbildlich und lobenswert. Trotz Hektik und Chaos wurde einem fast immer ein Lächeln geschenkt, auch wenn es einem die CP nicht immer leicht macht. Blickfang des Schiffes ist das Atrium mit dem riesigen, mehrere Decks hohen, Notenschlüssel. Ihm gegenüber gleiten vier gläserne Aufzüge in luftige Höhen. Aufzufahren kann so durchaus Spaß machen. Im Atrium auf Deck 3 ist eine schöne Bar mit vorzüglicher Musik und ebensolchem Service. Hier kann man das Treiben auf dem Schiff wunderbar beobachten. Auch das Theater Stardus ist sehr schön gestaltet, leider war die dazugehörige Unterhaltung oft zweit- oder gar drittklassig. Viel los war immer in der Rhapsody Bar, das Zentrum der Bingo-Spieler. Hier haben wir immer einen großen Bogen gemacht. Wer mag, kann sein Geld natürlich auch im obligatorischen Kasino verspielen. Praktisch auf der CP ist die Möglichkeit, Ausflüge auf der Kabine über die dortigen Flachbildschirme zu buchen. Auch sein Kreditkonto hat man dort immer im Blick. Weil man an Bord stets mit der so genannten "Costa"-Karte zahlt, ist es ratsam, die Kosten gelegentlich zu überprüfen, um den Überblick nicht zu verlieren. Die Kabinen selbst entsprechen modernsten Standards. Die Klimaanlage versah problemlos ihren Dienst, es sind genügend Ablagemöglichkeiten vorhanden, vielleicht sollte man ein paar Kleiderbügel von zuhause mitnehmen. Ein einfach zu bedienender Sage ist obligatorisch, ebenso eine Minibar, leider ist in der ganzen Kabine nur eine Steckdose vorhanden, im Bad überhaupt keine. Das Bad ist klein, zweckmäßig, aber ebenfalls mit reichlich Ablagemöglichkeiten eingerichtet. Dusche und WC funktionierten sehr gut, der Duschvorhang hat uns nicht gestört. Reibungslos funktionierte das Ein- und Ausschiffen. Vor Betreten des Schiffes wurde die Temperatur gemessen (Schweingegrippe!), ein entsprechendes Formular musste man ausfüllen und außerdem mussten die Pässe (wegen des Israelaufenthaltes) abgegeben werden. Letztere bekamen wir nach ein paar Tagen nach einer kurzen Kontrolle von an Bord befindlichen israelischen Einreisebeamten wieder zurück. Auch eine Landgangskarte wurde uns dann ausgehändigt. Die An- und Abreise mit Schmetterling-Reisen, in unserem Fall ab München-Fröttmaning, ist sehr zu empfehlen. Fazit: die Route war hervorragend gewählt, das Schiff würden wir nicht mehr buchen. Die Costa Pacifica ist für die vielen Passagiere leider immer noch zu klein, mitunter kam man sich wirklich wie in der buchstäblichen Sardinenbüchse vor. Hinzu kamen immer wieder organisatorische Mängel, die auch in diversen Bewertungsportalen nachzulesen sind. Die Weiterempfehlungsrate ist erschreckend niedrig, was wir nach unserer eigenen Kreuzfahrt allerdings auch nachvollziehen können. Wenn Costa die bekannten Mängel nicht abstellt, bleibt es eine Reise ins Ungewisse. Wir würden ein derart großes Schiff nicht mehr buchen. Da wir aber bereits sehr gute Erfahrungen mit der Costa Mediterranea und der Costa Victoria gemacht haben, halten wir Costa, wenn Schiff und Route passen, vermutlich die Treue. Abschließend bedanken wir uns bei der wie immer sehr kompetenten, freundlichen und zuvorkommenden Frau Wöll vom Neustadt-Reisebüro. An der Beratung lag es mit Sicherheit nicht, dass diese Reise unter die Rubrik "beim nächsten Mal wird alles besser!" fällt. Viele Grüße und frohe Ostern Sonja und Helmut Hafner

Michael

Kompliment
Hallo, mir hat Deine Webseite sehr gefallen, auf die ich heute durch Zufall gekommen bin. Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben! Freue mich natürlich immer auch auf einen Gegenbesuch bei mir. Auf meinen Reiseseiten berichte ich u.a. über meine traumhaften Reisen nach Australien, Neuseeland, Thailand und in die USA, über meine interessanten Arbeitserfahrungen in England und Irland sowie über meine traumatische Misshandlung in einem österreichischen Krankenhaus. Einen schönen Tag wünscht Dir Michael! http://www.michaels-reisetagebuch.com/

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